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Freitag, 1. Mai 2009
Liebesringen
gerhard stenkamp, 12:17h
Liebesringen
Das Hohe Lied der Liebe im ersten Brief an die Korinther hatte er schon viele Male im Laufe seines Lebens gehört, doch nur langsam gelang es ihm, seinen tiefen Sinn auch fühlend in sich aufzunehmen.
„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“
Bei Johannes im ersten Brief: „Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“
„In der Liebe sein“, sind Momente des Glücks, die es immer wieder neu zu finden gilt,
dachte er.
Um Liebe ringen, ist das nicht der Sinn des Lebens?
Das Hohe Lied der Liebe im ersten Brief an die Korinther hatte er schon viele Male im Laufe seines Lebens gehört, doch nur langsam gelang es ihm, seinen tiefen Sinn auch fühlend in sich aufzunehmen.
„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“
Bei Johannes im ersten Brief: „Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“
„In der Liebe sein“, sind Momente des Glücks, die es immer wieder neu zu finden gilt,
dachte er.
Um Liebe ringen, ist das nicht der Sinn des Lebens?
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Der Prinz
gerhard stenkamp, 09:37h
Dein Angesicht erfasste meinen Blick
und strömt als süßer Erostrunk
in meine Seele ein.
Ich wage es
und gebe zu verstehen Dir,
wie sehr ich Dich begehr!
Du lächelst nur und sagst
Dein Prinz
könnt ich
nicht sein.
Gleißend senkt sich
die Sonne am Horizont
und versinkt
im Meer!
Gerhard Stenkamp
und strömt als süßer Erostrunk
in meine Seele ein.
Ich wage es
und gebe zu verstehen Dir,
wie sehr ich Dich begehr!
Du lächelst nur und sagst
Dein Prinz
könnt ich
nicht sein.
Gleißend senkt sich
die Sonne am Horizont
und versinkt
im Meer!
Gerhard Stenkamp
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Unnennbar
gerhard stenkamp, 09:35h
Blauer, sonnendurchglühter Himmel
ruft mich!
Gehen will ich, ich will gehen,
da fällt ein Traum mir wieder ein!
Tief in der Erde
eines Planeten in der Ferne
schwarz umschlossen
ausgestreckt und unberührt
bin ich.
Warum bin ich nicht tot?
Erschrocken, dass ich lebe in der Erde
schreie ich,
doch ist kein Schrei,
fliehen will ich,
doch ist kein Weg!
Da strömt aus weiter Ferne
ganz fein und sacht
zwei Strahlen
und ich
erwacht!
Gerhard Stenkamp
ruft mich!
Gehen will ich, ich will gehen,
da fällt ein Traum mir wieder ein!
Tief in der Erde
eines Planeten in der Ferne
schwarz umschlossen
ausgestreckt und unberührt
bin ich.
Warum bin ich nicht tot?
Erschrocken, dass ich lebe in der Erde
schreie ich,
doch ist kein Schrei,
fliehen will ich,
doch ist kein Weg!
Da strömt aus weiter Ferne
ganz fein und sacht
zwei Strahlen
und ich
erwacht!
Gerhard Stenkamp
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Wie man sich irren kann!
gerhard stenkamp, 09:33h
Zur Lektüre schlage ich folgende Zitate vor (stammen alle aus Wikipedia):
· "Den Unterdrückten von fünf Erdteilen, denen, die sich schon befreit haben, und allen, die für den Weltfrieden kämpfen, muss der Herzschlag gestockt haben, als sie hörten, Stalin ist tot. Er war die Verkörperung ihrer Hoffnung. Aber die geistigen und materiellen Waffen, die er herstellte, sind da, und da ist die Lehre, neue herzustellen." – Bertolt Brecht
· "Die Menschen konnten seinem Einfluss nicht widerstehen. Als er den Raum der Konferenz von Jalta betrat, erhoben wir uns alle, buchstäblich wie auf Kommando. Und, so seltsam es ist, wir legten die Hände an die Hosennaht. Stalin besaß einen tiefschürfenden, gründlichen und logischen Verstand. Er war ein unübertroffener Meister darin, in schweren Momenten einen Ausweg aus der ausweglosesten Lage zu finden." – Winston Churchill
· "Er war eine herausragende Persönlichkeit, die in unserer rauhen Zeit, in der Periode in der sein Leben verlief, imponierte. Stalin war ein außergewöhnlich energischer, belesener und äußerst willensstarker Mann, heftig, schroff, schonungslos in der Sache, wie im Gespräch, dem selbst ich, der ich im englischen Parlament groß geworden bin, nichts entgegenzusetzen vermochte." – Winston Churchill
· "In seinen Werken spürte man eine hünenhafte Kraft. Stalins Kraft war so groß, dass er unter den Führern aller Völker und Zeiten nicht seinesgleichen kennt." – Winston Churchill
· "Dieser Mann kann handeln. Er hat immer das klare Ziel vor Augen. Mit ihm zu arbeiten, ist ein Vergnügen. Es gibt keine Umständlichkeiten. Er legt die Frage dar, die er diskutieren will, und davon wird in keiner Hinsicht mehr abgewichen." – Franklin D. Roosevelt
Was hatten Trotzki und Lenin über Stalin zu sagen?
· "Koba denkt zu langsam, seine Ideenverbindungen sind zu monoton, sein Stil ist linkisch und ärmlich. Will er einen kräftigen Effekt hervorrufen, verfällt er in niedrige Ausdrucksweise." -Trotzki, "Stalin - Eine Biografie", S. 91, Arbeiterpresse Verlag, Essen, 2. Auflage, 2006
· "Man kann nicht zugleich Mörder und Genius sein. Einerlei, welche Motive Stalin leiteten, die Hinrichtung Tausender war ein fürchterliches Verbrechen." –Nikita Chruschtschow, Chruschtschow erinnert sich, Vorrede
· "Mühsam formte er [Stalin] seine Sätze und brachte keine Betonung auf, keine Wärme, keine Farbe. Die organische Schwäche seiner Natur, Kehrseite ihrer Stärke, ist seine völlige Unfähigkeit, Feuer zu fangen, sich über langweilige Trivialitäten zu erheben, zwischen sich und den Zuhörern ein lebendiges Band zu schaffen, in dem Zuhörer das bessere Selbst zu wecken. [...] Kalte Bosheit genügt nicht, um die Seele der Massen zu erobern." - Trotzki, "Stalin - Eine Biografie", S. 90/91, Arbeiterpresse Verlag, Essen, 2. Auflage, 2006
· "So grob er [Stalin] anderen gegenüber sein kann, so leicht fühlt er sich selbst beleidigt und, so überraschend das erscheinen mag, so launenhaft ist er. Seine Reaktionen sind primitiv. Sobald er sich übergangen glaubt, neigt er dazu, Menschen sowohl als Ereignissen den Rücken zu kehren, mürrisch seine Pfeife zu schmauchen und von Rache zu träumen." - Trotzki, "Stalin - Eine Biografie", S. 91, Arbeiterpresse Verlag, Essen, 2. Auflage, 2006
· "Stalin ist zu grob, und dieser Fehler, der in unserer Mitte und im Verkehr zwischen uns Kommunisten erträglich ist, kann in der Funktion des Generalsekretärs nicht geduldet werden. Deshalb schlage ich den Genossen vor, sich zu überlegen, wie man Stalin ablösen könnte, und jemand anderen an diese Stelle zu setzen, der sich in jeder Hinsicht von dem Genossen Stalin nur durch einen Vorzug unterscheidet, nämlich dadurch, daß er toleranter, loyaler, höflicher und den Genossen gegenüber aufmerksamer, weniger launenhaft usw. ist." -Lenin, Brief an den XII. Parteitag - Nachschrift vom 4. Januar 1923
Was will ich mit dieser Zitatenauswahl sagen?
Jeder kann irren, selbst die größten “heroes“ der Geschichte, mein bescheidener Beitrag für diese Nacht, ein wenig, um drüber nachzudenken.
Beste Grüsse
Gerhard Stenkamp
· "Den Unterdrückten von fünf Erdteilen, denen, die sich schon befreit haben, und allen, die für den Weltfrieden kämpfen, muss der Herzschlag gestockt haben, als sie hörten, Stalin ist tot. Er war die Verkörperung ihrer Hoffnung. Aber die geistigen und materiellen Waffen, die er herstellte, sind da, und da ist die Lehre, neue herzustellen." – Bertolt Brecht
· "Die Menschen konnten seinem Einfluss nicht widerstehen. Als er den Raum der Konferenz von Jalta betrat, erhoben wir uns alle, buchstäblich wie auf Kommando. Und, so seltsam es ist, wir legten die Hände an die Hosennaht. Stalin besaß einen tiefschürfenden, gründlichen und logischen Verstand. Er war ein unübertroffener Meister darin, in schweren Momenten einen Ausweg aus der ausweglosesten Lage zu finden." – Winston Churchill
· "Er war eine herausragende Persönlichkeit, die in unserer rauhen Zeit, in der Periode in der sein Leben verlief, imponierte. Stalin war ein außergewöhnlich energischer, belesener und äußerst willensstarker Mann, heftig, schroff, schonungslos in der Sache, wie im Gespräch, dem selbst ich, der ich im englischen Parlament groß geworden bin, nichts entgegenzusetzen vermochte." – Winston Churchill
· "In seinen Werken spürte man eine hünenhafte Kraft. Stalins Kraft war so groß, dass er unter den Führern aller Völker und Zeiten nicht seinesgleichen kennt." – Winston Churchill
· "Dieser Mann kann handeln. Er hat immer das klare Ziel vor Augen. Mit ihm zu arbeiten, ist ein Vergnügen. Es gibt keine Umständlichkeiten. Er legt die Frage dar, die er diskutieren will, und davon wird in keiner Hinsicht mehr abgewichen." – Franklin D. Roosevelt
Was hatten Trotzki und Lenin über Stalin zu sagen?
· "Koba denkt zu langsam, seine Ideenverbindungen sind zu monoton, sein Stil ist linkisch und ärmlich. Will er einen kräftigen Effekt hervorrufen, verfällt er in niedrige Ausdrucksweise." -Trotzki, "Stalin - Eine Biografie", S. 91, Arbeiterpresse Verlag, Essen, 2. Auflage, 2006
· "Man kann nicht zugleich Mörder und Genius sein. Einerlei, welche Motive Stalin leiteten, die Hinrichtung Tausender war ein fürchterliches Verbrechen." –Nikita Chruschtschow, Chruschtschow erinnert sich, Vorrede
· "Mühsam formte er [Stalin] seine Sätze und brachte keine Betonung auf, keine Wärme, keine Farbe. Die organische Schwäche seiner Natur, Kehrseite ihrer Stärke, ist seine völlige Unfähigkeit, Feuer zu fangen, sich über langweilige Trivialitäten zu erheben, zwischen sich und den Zuhörern ein lebendiges Band zu schaffen, in dem Zuhörer das bessere Selbst zu wecken. [...] Kalte Bosheit genügt nicht, um die Seele der Massen zu erobern." - Trotzki, "Stalin - Eine Biografie", S. 90/91, Arbeiterpresse Verlag, Essen, 2. Auflage, 2006
· "So grob er [Stalin] anderen gegenüber sein kann, so leicht fühlt er sich selbst beleidigt und, so überraschend das erscheinen mag, so launenhaft ist er. Seine Reaktionen sind primitiv. Sobald er sich übergangen glaubt, neigt er dazu, Menschen sowohl als Ereignissen den Rücken zu kehren, mürrisch seine Pfeife zu schmauchen und von Rache zu träumen." - Trotzki, "Stalin - Eine Biografie", S. 91, Arbeiterpresse Verlag, Essen, 2. Auflage, 2006
· "Stalin ist zu grob, und dieser Fehler, der in unserer Mitte und im Verkehr zwischen uns Kommunisten erträglich ist, kann in der Funktion des Generalsekretärs nicht geduldet werden. Deshalb schlage ich den Genossen vor, sich zu überlegen, wie man Stalin ablösen könnte, und jemand anderen an diese Stelle zu setzen, der sich in jeder Hinsicht von dem Genossen Stalin nur durch einen Vorzug unterscheidet, nämlich dadurch, daß er toleranter, loyaler, höflicher und den Genossen gegenüber aufmerksamer, weniger launenhaft usw. ist." -Lenin, Brief an den XII. Parteitag - Nachschrift vom 4. Januar 1923
Was will ich mit dieser Zitatenauswahl sagen?
Jeder kann irren, selbst die größten “heroes“ der Geschichte, mein bescheidener Beitrag für diese Nacht, ein wenig, um drüber nachzudenken.
Beste Grüsse
Gerhard Stenkamp
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Vorschlag für eine erneuerte Nationalhymne
gerhard stenkamp, 09:30h
Einigkeit und Recht und Freiheit
für das deutsche Heimatland!
Danach lasst uns alle streben
wir, die hier zusammen sind!
Einigkeit und Recht und Freiheit
sind des Glückes Unterpfand;
|: Blüh im Glanze dieses Glückes,
blühe, deutsches unser Land! :|
für das deutsche Heimatland!
Danach lasst uns alle streben
wir, die hier zusammen sind!
Einigkeit und Recht und Freiheit
sind des Glückes Unterpfand;
|: Blüh im Glanze dieses Glückes,
blühe, deutsches unser Land! :|
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Wer ist Gott
gerhard stenkamp, 09:18h
Wer ist Gott?
Gott, der einst sein wird, wird sein allmächtig, vollkommen, ewig, das vollkommene Glück, die vollkommene Liebe, die vollkommene Gerechtigkeit, die vollkommene Schönheit und wird sein, was Menschen nicht wissen in Worte zu fassen.
Menschen sind zum Gott, der einst sein wird wie die ersten Aminosäuren, die vereinzelt in den gewaltigen Ozeanen schwammen, zum Menschen - wahrscheinlich ist der Abstand noch viel größer.
Menschen aber können der Keim sein des Gottes, der einst sein wird, das muss unser Glaube sein, unsere Hoffnung.
Der vollkommene, allmächtige Gott existiert noch nicht, es gibt keine Offenbarung, wer das Evangelium für die Wahrheit hält, irrt, wer den Koran für die Wahrheit hält, irrt.
Warum sollten ausgerechnet vor zweitausend Jahren oder 1400 Jahren oder überhaupt bisher Engel erschienen sein, die eine absolute Wahrheit erzählen, heute würde man das als psychische Störung betrachten.
Schauen wir uns die Evangelien an, den Koran: was ist überhaupt gesichert, das Jesus oder Mohammed so gesagt hätten?
Wenn schon Engel im Auftrag eines vollkommenen Gottes niederschweben, so bringen sie ein unzerstörbares Buch mit, meinetwegen auch eine ganze Bibliothek, da steht dann unzerstörbar drin, in allen Sprachen dieser Welt, was der sogenannte allmächtige Gott will.
Wir aber müssen uns herumschlagen mit Übersetzungen, Fehlern beim Übersetzen, unerträgliche Drohungen gefallen lassen, das hätten wir zu glauben, sonst ginge es uns an den Kragen.
Nur die Wahrheit führt zum Licht!
Weder die Evangelien noch der Koran sind in der Lage, den Weg in die Zukunft zu weisen: beide verkünden die Apokalypse, den Untergang der Menschheit, dagegen müssen wir uns wehren.
Unsere Aufgabe ist es im Laufe der Milliarden Jahre, die noch vor uns liegen, Gott zu verwirklichen, das ist Gott, der unvollkommene Gott in der Welt, der zum vollkommenen Gott werden will und muss und wird.
Gerhard Stenkamp
Gott, der einst sein wird, wird sein allmächtig, vollkommen, ewig, das vollkommene Glück, die vollkommene Liebe, die vollkommene Gerechtigkeit, die vollkommene Schönheit und wird sein, was Menschen nicht wissen in Worte zu fassen.
Menschen sind zum Gott, der einst sein wird wie die ersten Aminosäuren, die vereinzelt in den gewaltigen Ozeanen schwammen, zum Menschen - wahrscheinlich ist der Abstand noch viel größer.
Menschen aber können der Keim sein des Gottes, der einst sein wird, das muss unser Glaube sein, unsere Hoffnung.
Der vollkommene, allmächtige Gott existiert noch nicht, es gibt keine Offenbarung, wer das Evangelium für die Wahrheit hält, irrt, wer den Koran für die Wahrheit hält, irrt.
Warum sollten ausgerechnet vor zweitausend Jahren oder 1400 Jahren oder überhaupt bisher Engel erschienen sein, die eine absolute Wahrheit erzählen, heute würde man das als psychische Störung betrachten.
Schauen wir uns die Evangelien an, den Koran: was ist überhaupt gesichert, das Jesus oder Mohammed so gesagt hätten?
Wenn schon Engel im Auftrag eines vollkommenen Gottes niederschweben, so bringen sie ein unzerstörbares Buch mit, meinetwegen auch eine ganze Bibliothek, da steht dann unzerstörbar drin, in allen Sprachen dieser Welt, was der sogenannte allmächtige Gott will.
Wir aber müssen uns herumschlagen mit Übersetzungen, Fehlern beim Übersetzen, unerträgliche Drohungen gefallen lassen, das hätten wir zu glauben, sonst ginge es uns an den Kragen.
Nur die Wahrheit führt zum Licht!
Weder die Evangelien noch der Koran sind in der Lage, den Weg in die Zukunft zu weisen: beide verkünden die Apokalypse, den Untergang der Menschheit, dagegen müssen wir uns wehren.
Unsere Aufgabe ist es im Laufe der Milliarden Jahre, die noch vor uns liegen, Gott zu verwirklichen, das ist Gott, der unvollkommene Gott in der Welt, der zum vollkommenen Gott werden will und muss und wird.
Gerhard Stenkamp
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Wiedersehen mit Shana
gerhard stenkamp, 09:14h
Shana
Er hatte Shana wie geplant getroffen. Sie laechelte wie beim letzten Treffen und erzaehlte, ihr Freund habe sie viel frueher zurueckerwartet und sei aufgeregt und zornig gewesen, dass sie ihn nicht angerufen hätte, um ihm mitzuteilen sie käme spaeter. Sie hatte ihn belogen, sie habe zufaellig eine Studienfreundin getroffen und darüber die Zeit vergessen.
Shana wird ihn dann liebkosend in den Arm genommen haben, über sein dunkelbraunes Haar streichelnd, das er nun nach ihrem Geschmack hatte schneiden lassen, wird ihm mit ihrem unschuldigen Engelsgesicht einen Kuss auf den Mund gegeben, der nun statt eines Schnäuzers sehr glattrasiert, denn ihre Gesichtshaut war sehr empfindlich und wurde schon durch leichtes Kratzen wund. - Wie hätte er ihr wiederstehen können?
Janus hatte noch eines seiner Gedichte für sie vorbereitet und wollte es ihr vorlesen, die ergriffene Betonung machte ja viel aus beim rechten Verständnis eines Gedichtes.
Die grosse Überfahrt
Wie möchten es die Menschen
dem vergelten,
der ihnen offenbart,
dass die Seele sterblich ist,
wie hoch schätzen den,
dessen Ziel
in so weiter Ferne,
dass es noch kein Aug' geschauet hat?
Doch Wahrheit ist das Tor
zu neuem Leben!
Möcht' das Schiff
auf dieser grossen Überfahrt
versinken,
so seien gegrüsst
aus unbekannten, schauerlichen Tiefen,
die einst vorüberfahren werden!
Doch bevor er mit dem Vortrag beginnen konnte, nahm sie ihm das Blatt aus der Hand und steckte es in ihre Mappe, lächelte und ergriff seine Hand!
"Du wirst es schon schaffen", sagte sie, halb hoffnungsvoll, halb mitleidig, ohne jede Spur,
dass sie die Trennung von ihm bereute, worauf er insgeheim gehofft hatte.
"Wir werden bald umziehen" fügte sie hinzu, nach Lüneburg! "Um Himmels willen, wieso denn nach Lüneburg", ihm kam das so vor, als sagte sie, sie ginge in ein Kloster!
"Mein Freund hat da einen neuen Job, als Finanzdirektor eines Betriebes fuer Nanotechnologie"!
Janus war geschockt: Finanzdirektor, wahrscheinlich verdiente er da mehr als zehntausend Euro, wird “Chef”, dieser unerotische Mann, hatte sie ja selbst mal so gesagt.
"Guten Morgen Herr Direktor", würde der Pförtner rufen, dienstbeflissen die Schranke zum Betriebsgelände öffnen und sein Käppi lüften, wahrend dieser unerotische Mann mit einem sportlichen BMW aus der Reihe XY, - was weiss ich denn, habe besseres zu tun als Motorzeitungen zu lesen- , Gas gab und seinen Wgen auf den nur für ihn reservierten Parkplatz abstellte, nicht weit vom Haupteingang, damit er nur ja keine Zeit verliere, denn seine Zeit ist kostbar und er ist wichtig;
Janus stand noch unter diesem Schock, als Shana fortfuhr:
"Ich muss", sie lachte, "Ach nein, ich muss nicht, ich will aber" und sie fasste seine Hand fester und steichelte mit dem Daumen über seinen Handrücken, "ich will Dir etwas sagen!" Sie machte eine etwas längere Pause, während er sie gespannt anschaute, vielleicht würde sie ja doch noch gestehen, dass sie ihn eigentlich noch immer liebte, trotz des Herrn Finanzdirektors, sie hatte ja auch einmal zu ihm gesagt, Liebe sei das Wichtigste im Leben, durch nichts, absolut nichts zu übertreffen.
"Ich bin schwanger!"
Ein leichter Ruck durchzuckte Janus, so als hätte er impulsiv seine Hand zurückziehen wollen, doch dann drückte er auch ihre Hand. Tränen stiegen in seine Augen und er sagte nur: "Ja!" und während er zur Seite schaute, drängte er die Traenen zurück, die ihm unwillkürlich in die Augen gestiegen waren.
"Ja" wiederholte er und schaute sie, soweit er es vermochte, gefasst an, er spürte, wie ein kleiner Muskel in seinem Kinn leicht zuckte.
"Ich freue mich so", sagte Shana, "ich weiss, eigentlich..." aber sie führte den Satz nicht zu Ende.
"Wir werden bald heiraten" fuhr sie fort, "deswegen erzaehle ich Dir das auch, denn Du weisst... Ich kann Dich nicht einladen!"
"Macht nichts" erwiderte er, der Muskel in seinem Kinn zuckte und sie streichelte seine Hände noch lange, mit einem ein wenig verklärtem Laecheln des gefundenen Mutterglücks!
Zwei Tage spaeter rief sie ihn mit ihrer Glockenstimme an und sagte, sie fände sein Gedicht schön und er solle weitermachen.
Er hatte Shana wie geplant getroffen. Sie laechelte wie beim letzten Treffen und erzaehlte, ihr Freund habe sie viel frueher zurueckerwartet und sei aufgeregt und zornig gewesen, dass sie ihn nicht angerufen hätte, um ihm mitzuteilen sie käme spaeter. Sie hatte ihn belogen, sie habe zufaellig eine Studienfreundin getroffen und darüber die Zeit vergessen.
Shana wird ihn dann liebkosend in den Arm genommen haben, über sein dunkelbraunes Haar streichelnd, das er nun nach ihrem Geschmack hatte schneiden lassen, wird ihm mit ihrem unschuldigen Engelsgesicht einen Kuss auf den Mund gegeben, der nun statt eines Schnäuzers sehr glattrasiert, denn ihre Gesichtshaut war sehr empfindlich und wurde schon durch leichtes Kratzen wund. - Wie hätte er ihr wiederstehen können?
Janus hatte noch eines seiner Gedichte für sie vorbereitet und wollte es ihr vorlesen, die ergriffene Betonung machte ja viel aus beim rechten Verständnis eines Gedichtes.
Die grosse Überfahrt
Wie möchten es die Menschen
dem vergelten,
der ihnen offenbart,
dass die Seele sterblich ist,
wie hoch schätzen den,
dessen Ziel
in so weiter Ferne,
dass es noch kein Aug' geschauet hat?
Doch Wahrheit ist das Tor
zu neuem Leben!
Möcht' das Schiff
auf dieser grossen Überfahrt
versinken,
so seien gegrüsst
aus unbekannten, schauerlichen Tiefen,
die einst vorüberfahren werden!
Doch bevor er mit dem Vortrag beginnen konnte, nahm sie ihm das Blatt aus der Hand und steckte es in ihre Mappe, lächelte und ergriff seine Hand!
"Du wirst es schon schaffen", sagte sie, halb hoffnungsvoll, halb mitleidig, ohne jede Spur,
dass sie die Trennung von ihm bereute, worauf er insgeheim gehofft hatte.
"Wir werden bald umziehen" fügte sie hinzu, nach Lüneburg! "Um Himmels willen, wieso denn nach Lüneburg", ihm kam das so vor, als sagte sie, sie ginge in ein Kloster!
"Mein Freund hat da einen neuen Job, als Finanzdirektor eines Betriebes fuer Nanotechnologie"!
Janus war geschockt: Finanzdirektor, wahrscheinlich verdiente er da mehr als zehntausend Euro, wird “Chef”, dieser unerotische Mann, hatte sie ja selbst mal so gesagt.
"Guten Morgen Herr Direktor", würde der Pförtner rufen, dienstbeflissen die Schranke zum Betriebsgelände öffnen und sein Käppi lüften, wahrend dieser unerotische Mann mit einem sportlichen BMW aus der Reihe XY, - was weiss ich denn, habe besseres zu tun als Motorzeitungen zu lesen- , Gas gab und seinen Wgen auf den nur für ihn reservierten Parkplatz abstellte, nicht weit vom Haupteingang, damit er nur ja keine Zeit verliere, denn seine Zeit ist kostbar und er ist wichtig;
Janus stand noch unter diesem Schock, als Shana fortfuhr:
"Ich muss", sie lachte, "Ach nein, ich muss nicht, ich will aber" und sie fasste seine Hand fester und steichelte mit dem Daumen über seinen Handrücken, "ich will Dir etwas sagen!" Sie machte eine etwas längere Pause, während er sie gespannt anschaute, vielleicht würde sie ja doch noch gestehen, dass sie ihn eigentlich noch immer liebte, trotz des Herrn Finanzdirektors, sie hatte ja auch einmal zu ihm gesagt, Liebe sei das Wichtigste im Leben, durch nichts, absolut nichts zu übertreffen.
"Ich bin schwanger!"
Ein leichter Ruck durchzuckte Janus, so als hätte er impulsiv seine Hand zurückziehen wollen, doch dann drückte er auch ihre Hand. Tränen stiegen in seine Augen und er sagte nur: "Ja!" und während er zur Seite schaute, drängte er die Traenen zurück, die ihm unwillkürlich in die Augen gestiegen waren.
"Ja" wiederholte er und schaute sie, soweit er es vermochte, gefasst an, er spürte, wie ein kleiner Muskel in seinem Kinn leicht zuckte.
"Ich freue mich so", sagte Shana, "ich weiss, eigentlich..." aber sie führte den Satz nicht zu Ende.
"Wir werden bald heiraten" fuhr sie fort, "deswegen erzaehle ich Dir das auch, denn Du weisst... Ich kann Dich nicht einladen!"
"Macht nichts" erwiderte er, der Muskel in seinem Kinn zuckte und sie streichelte seine Hände noch lange, mit einem ein wenig verklärtem Laecheln des gefundenen Mutterglücks!
Zwei Tage spaeter rief sie ihn mit ihrer Glockenstimme an und sagte, sie fände sein Gedicht schön und er solle weitermachen.
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